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Datenschutz im Verein

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist seit dem 25. Mai 2018 unmittelbar in den Mitgliedsstaaten der EU anwendbar und hat das bis dahin geltende Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) abgelöst Einige Regelungen in der DS-GVO enthalten Öffnungsklauseln, die es den nationalen Gesetzgebern ermöglichen, länderspezifische Regelungen zur Konkretisierung der EU-Vorschriften zu erlassen. Hiervon hat auch der deutsche Gesetzgeber durch eine Neufassung des BDSG Gebrauch gemacht.

Inhaltlich schreibt die DS-GVO im Wesentlichen die bisherigen datenschutzrechtlichen Grundprinzipien fort und entwickelt sie weiter. Die Grundsätze des „Verbots mit Erlaubnisvorbehalt“, der „Datenvermeidung und Datensparsamkeit“, der „Zweckbindung“ und der „Transparenz“ prägen auch die DS-GVO. Zusätzlich werden neue Transparenzanforderungen eingeführt: Stärkung der Rechte auf Information, Zugang und Löschung („Recht auf Vergessenwerden“).


Für die verantwortlichen Vereine bedeutet die DS-GVO erweiterte Dokumentations- und Nachweispflichten, um der Rechenschaftspflicht des Art. 5 Abs. 2 DS-GVO zu genügen. Die Artikel der DS-GVO sind zusammen mit den Erwägungsgründen (EG) zu lesen. Diese erläutern die damit verfolgten Ziele und sind hilfreich für die Interpretation der Rechtsnormen.


Handreichung zum Datenschutz im Verein

Für einen schnellen Überblick über die Anforderungen des Datenschutzes im Vereinsleben empfehlen wir unsere Handreichung Datenschutz im Verein (PDF). Weitere hilfreiche Dokumente und Links zur Vereinsarbeit finden Sie in der rechten Marginalspalte bzw. unter diesem Artikel (mobile Ansicht).


Datenschutzkonforme Dokumentation durch Sportvereine zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus

Die Sportausübung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist in § 1 Abs. 8 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vom 08. Mai 2020, in der vom 6. Juli 2020 an geltenden Fassung geregelt.

Hiernach ist die Sportausübung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen zulässig, wenn

  1. diese kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgt,
  2. ein Abstand von mindestens 2 Metern jeder Person zu jeder anderen beteiligten Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, jederzeit eingehalten wird,
  3. Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere in Bezug auf gemeinsam genutzte Sportgeräte, durchgeführt werden,
  4. beim Zutritt zur Sportanlage Warteschlangen vermieden werden.

Dabei ist die Sportausübung abweichend von den Nummern 1 und 2 auch zulässig, wenn sie in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen erfolgt. In diesem Fall ist sicherzustellen, dass der Familienname, der Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer jeder an der Sportausübung beteiligten Person sowie der Beginn und das Ende der Sportausübung dokumentiert werden, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann.

Hinweise datenschutzkonformen Umsetzung der Vorgaben der CoronaVO finden Sie hier.



Hotline zur Beratung


Zur individuellen Beratung können sich Vereine und Verbände telefonisch an uns wenden. Die dafür eingerichtete Hotline ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 0511-120-4576 erreichbar.



Stand: März 2019

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